Sommerspiele in einer niederösterreichischen Gemeinde wären noch nichts Besonderes, Ferdinand Raimund in Gutenstein ist aber mehr!

 

Das künstlerisch gestaltete Theaterzelt im Bleichgarten macht die Raimundspiele Gutenstein zu einem ganz besonderen Veranstaltungsort:

Zauberhaftes Ambiente und Sommertheater auf höchstem Niveau.

Seit Dezember 2015 hat Kammerschauspielerin Andrea Eckert die Künstlerische Leitung der Raimundspiele übernommen. 


Pressestimmen zur Uraufführung von "Brüderlein fein"

ORF Kultur Montag, 8.7.2019

Klar, unsentimental, aber dennoch ergreifend werden in der Gutensteiner Produktion Raimunds psychische Verfassung und sein Leben ausgeleuchtet.

 

Der Standard, 15.7.2019

Im zweiten Teil des Stücks kippt das Komische in die tödliche Tragödie, die nicht mehr abzuwenden ist. Johannes Krisch brilliert, wenn er aus dem verlorenen Raimund den Herrn von Rappelkopf (aus Alpenkönig und Menschenfeind) sprechen lässt: „So leb ich zufrieden im finsteren Haus – und lache die Torheit der Menschen hier aus.“ Da ist Raimund plötzlich entzaubert. Und Gutenstein wirkt nicht mehr wie sein persönliches Paradies, sondern wie ein selbstgewähltes Exil und ein Wegbereiter für Raimunds Freitod. Chapeau!

 

Kurier, 13.7.2019

Brüderlein fein: das Leben eines tollwütenden Rappelkopfs

Felix Mitterer hat das Leben von Ferdinand Raimund zu einem Stück verdichtet … Als Nummernrevue eines turbulenten wie tragischen Lebens funktioniert der kurzweilige Abend. Weil Johannes Krisch – neben Eduard Wildner (Kaunitz) und Anna Rieser (Antonie) – brilliert: als eigensinniger, toll wütender Rappelkopf, der sich im richtigen Altwiener Dialekt in den Wahn steigert. Der Jubel gebührt ihm.

 

Kronen Zeitung, 12.7.2019, Heinz Sichrovsky

Brüderlein fein in Gutenstein

Die Raimundspiele leisten sich etwas zu Ehren ihres Patrons:

Der rare Burgtheater Star Johannes Krisch vollzieht eine furiose Rückkehr ins große, herausfordernde Fach.

Felix Mitterer schuf eine prächtige Raimund-Figur. Johannes Krisch erfüllt sie furios.

Mitterer hat ein Stück purer Wertschätzung gefertigt. „Brüderlein fein“ ist exzellent recherchiert und fein ausgeführt, todtraurig und grotesk komisch in einem.

 

Niederösterreichische Nachrichten

„Brüderlein fein“ folgt getreulich Raimunds Lebensspuren: von den Anfängen als Waisenkind aus der Wiener Vorstadt zum gefeierten Star, von der Zuversicht der Jugend bis in die Dunkelheit der letzten Lebensjahre. Die zauberhaften Elemente der Raimundschen Theaterwelt, Witz und Komik, Tragödie und Verzweiflung – all das sind die Fundamente dieses faszinierenden Theaterabends.

 

Tiroler Tageszeitung, 13.7.2019

Standing Ovations für alle Mitwirkenden, insbesondere für Burgschauspieler Johannes Krisch.

Ein fiebriger, zerrissener, rasch aufbrausender Mensch geistert durch ein ruheloses Leben, ein emotionaler Berserker, den die Tollwutphobie in den Suizid treibt, ein toller Wutbürger des Biedermeier.

Auch die weiteren Rollen sind bestens besetzt. 

 

Wiener Zeitung, 12.7.2019

Einer der besten Dramatiker Österreichs bringt ein Stück über einen der größten Dichter, die dieses Land je besessen hat, an dessen Lieblingsort zur Uraufführung. Ein grandioser Schauspieler spielt die Hauptrolle. Was soll da schiefgehen? Das Publikum ist auf einen tollen Theaterabend eingestimmt und überschüttet am Ende, in der von Anfang an vorhandenen und wachsenden Überzeugung, einem solchen beizuwohnen, die Premiere mit Beifall.

 

Neue Vorarlberger Tageszeitung, 13.7.2019 

Im Theaterzelt des Festivals gab es nach der Premiere Standing Ovations, besonders für Schauspieler Johannes Krisch.

Das Stück des Tiroler Autors zeigte sich als kitsch- und klischeefreie Hommage.

 

APA

Das Leben eines genialen Schwierigen, Besessenen, zuletzt Wahnsinnigen wird unmittelbar nachvollziehbar, was nicht zuletzt das Verdienst von Johannes Krisch in der Titelrolle ist, der diese Besessenheit intensiv spürbar werden lässt mit allen cholerischen Kapriolen, Extravaganzen, Aggressionen, die bis zur Gewalttätigkeit reichen … Eine bemerkenswerte Produktion der Raimundspiele, die nun seit vier Jahren von Andrea Eckert geleitet werden.

 

mottingers meinung

Mit „Brüderlein fein“ ist Felix Mitterer eine kitsch- und klischeefreie Vita-Verdichtung Ferdinand Raimunds gelungen, die zwischen plastischen Szenen und poetischen Passagen changiert und Hauptdarsteller Johannes Krisch alle Register seines großen schauspielerischen Könnens ziehen lässt. Neben Mitterer galt ihm vor allem, der sich in gekonntem Alt-Wiener Dialekt in einen rappelkopfschen Wahn hineinwütet, der Jubel. Den die beiden Arm in Arm genossen.

 

Albträume in Raimunds Leben, Andrea Eckerts Raimundspiele Gutenstein: Felix Mitterers „Brüderlein fein“

Kronen Zeitung, 19 Jul 2019

 

 

Das ist nicht nur eine herrliche Gegend, das sind nicht nur Berge und eine reine Luft, das ist besonders auch eines: Fluchtpunkt und Rückzugsort Ferdinand Raimunds. Naheliegend, dass dort seit rund 25 Jahren jeden Sommer seine Werke gespielt werden. Heuer hat sich Prinzipalin Andrea Eckert etwas Besonderes ausgedacht: eine Uraufführung von Felix Mitterer.

Eine Uraufführung, geschrieben von Felix Mitterer, dem großen Kenner des menschlichen Seelenlebens. „Brüderlein fein“: ein biografischer Bilderbogen, über das Leben Raimunds, über seine Liebe, seine Stücke, sein Theater. Mitterer erzählt die Geschichte eines Einsamen, Angsterfüllten, Flüchtenden und Unglücklichen.

 All das, was Mitterer an Zeitpanoptikum, an Volkstheater Assoziationen und -Farben, an Liebesgeschichten dazupackt, dient dazu, dem Dichter in die Seele zu schauen. Im Grunde ist „Brüderlein fein“ ein tieftrauriges Stück – ein Abbild eines tieftraurigen Menschen, gefährdeten Hypochonders und Selbstmörders, auch wenn es mitunter heiter und fidel zugehen kann. Mitterer ist ein großer Wurf gelungen: So berührend und plastisch, so wahr und ohne jede Spielerei ist dieses Stück, ohne Show und ohne Ballast.

 Dazu kommt noch die Inszenierung Nicole Claudia Webers, die einfach, aber treffend und präzise ist. Starke Bilder voller Poesie und Tragik!

 Johannes Krisch ist Raimund: ein Berserker, ein Wütender, ein Besessener. Grandios gespielt – das komplexe Innenleben Raimunds fächert er brillant auf. Ein Abend, der unter die Haut geht!



Erste Eindrücke von unserem

diesjährigem Rahmenprogramm

Fotos: Joachim Kern



Viel beachtete Premiere

Die Uraufführung von „Brüderlein fein“, des Auftragswerks von Felix Mitterer über das dramatische Leben Ferdinand Raimunds, ging am 11. Juli 2019, im Rahmen der Raimundspiele Gutenstein über die Bühne. Ein ausverkauftes Haus, Standing Ovations und das hingerissene Publikum zeugen von einem außergewöhnlichen Theaterabend, den die Raimundspiele ihrer Prinzipalin Andrea Eckert verdanken. Im Mittelpunkt der umjubelten Premiere stand Johannes Krisch in der Rolle des Ferdinand Raimund.

 

Ein ausverkauftes Festzelt, viel mediale Aufmerksamkeit im Vorfeld und hohe Erwartungen an das Stück aus Felix Mitterers Feder einerseits und den Hauptdarsteller Johannes Krisch andererseits sorgten für große Spannung. Die Premierengäste wurden mit einem besonderen Theaterereignis belohnt. 



"Brüderlein fein" in Gutenstein: Mitterers Hommage an Raimund 

Gutenstein (APA) - Im Theaterzelt in Gutenstein ist am Donnerstagabend Felix Mitterers Stück "Brüderlein fein" zur Uraufführung gelangt: ein Auftragswerk über die Biografie und Persönlichkeit von Ferdinand Raimund, letztlich eine einfühlsame Hommage. Am Ende gab es Standing Ovations für alle Mitwirkenden, insbesondere für Johannes Krisch.

   Ein Theaterstück über einen legendären Theaterdichter und Schauspieler, der als Genius loci über Gutenstein schwebt: Das hätte eine betuliche, sentimentale, pathetische Angelegenheit werden können. Doch nichts von alledem. Mitterer hat die Lebensgeschichte Raimunds zu einer kitsch- und klischeefreien, zügigen, stringenten Bühnenhandlung gestaltet, mit lebensvollen Charakteren, plastischen Szenen, flotten Dialogen, poetischen Passagen und kleinen "Verdichtungen".

   Das Leben eines genialen Schwierigen, Besessenen, zuletzt Wahnsinnigen wird unmittelbar nachvollziehbar, was nicht zuletzt das Verdienst von Johannes Krisch in der Titelrolle ist, der diese Besessenheit intensiv spürbar werden lässt mit allen cholerischen Kapriolen, Extravaganzen, Aggressionen, die bis zur Gewalttätigkeit reichen. Ein fiebriger, zerrissener, rasch aufbrausender Mensch geistert durch ein ruheloses Leben, ein emotionaler Berserker, den die Tollwutphobie in den Suizid treibt, ein toller Wutbürger des Biedermeier.

   Auch die weiteren Rollen sind bestens besetzt. Anna Rieser verleiht der reschen, aber lebensklugen Geliebten Toni viel Charme, Larissa Fuchs gibt die durchtriebene, zum Missbrauchsopfer gewordene Luise, Lisa Schrammel den Bühnenstar Therese Krones, der wunderbare Eduard Wildner verkörpert den lüsternen Grafen Kaunitz und auch die gestrenge Mutter Wagner, Reinhold G. Moritz übernimmt drei, Gerhard Kasal gleich vier Rollen.

   Nicole Claudia Weber hat eine sehr stimmige Inszenierung auf die Bühne gebracht, die sich der Atmosphäre Raimund'scher Zauberspiele auf kongeniale Weise annähert. Tommy Hojsa am Akkordeon ist dabei mehr als ein musikalischer Begleiter. Ein feines Stück ist es also geworden, und es mag nicht zu dick aufgetragen sein, wenn Mitterer, Raimund betreffend, nach abgeschlossener Arbeit nun sagt: "Du wurdest mir ein Bruder."

Insgesamt eine bemerkenswerte Produktion der Raimundspiele, die nun seit vier Jahren von Andrea Eckert geleitet werden. Das Rahmenprogramm bestreiten heuer die Prinzipalin sowie Erika Pluhar, Emmy Werner und Michael Köhlmeier.



Raimundspiele Gutenstein 2019

Tickets für die Raimundspiele 2019, Brüderlein fein, ab sofort hier erhältlich!

 


Schenken Sie mit unserem Gutschein 

Vorfreude aufs Theater.

Informationen unter 0676/840 023 200

oder 02634/7220 11.




Unser Rahmenprogramm 2019!

17.07.2019, 20 Uhr, Refektorium Servitenkloster Mariahilfberg

Erika Pluhar

"Pluhar liest Pluhar"   -   ausverkauft!

18.07.2019, 20 Uhr, Theaterzelt Gutenstein

Andrea Eckert

"Damenwahl"

 

31.07.2019, 20 Uhr, Refektorium Servitenkloster Mariahilfberg

Michael Köhlmeier    -   ausverkauft!



Welturaufführung 2019

Verehrtes, liebes Publikum,

 

ich freue mich, Ihnen für Sommer 2019 nichts weniger als eine Welturaufführung ankündigen zu können. Einer der wesentlichsten deutschsprachigen Theaterautoren, Felix Mitterer, konnte gewonnen werden, exklusiv für die Raimundspiele Gutenstein ein Stück über Ferdinand Raimund zu schreiben.

 

„Ich wäre nie auf die Idee gekommen, über Raimund ein Stück anzufertigen. Andrea Eckert war es, die mich fragte, ob ich eines für Gutenstein schreiben könnte. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Denn während der Recherchen, während des Lesens und Schreibens, ist mir Ferdinand Raimund zum Bruder geworden. Und das Tragische, das seine Existenz durchwebt, hat sich wie durch ein Wunder – durch ihn! – in eine Komödie verwandelt. In eine sehr schmerzhafte Komödie. Oh, was für ein wahnwitziges Leben! Was für eine grenzenlose Hingabe an die Liebe, an die Natur, ans Theater. Brüderlein fein, du bist mir ans Herz gewachsen.“

(Felix Mitterer).

 

Die Uraufführung des Auftragswerks der Raimundspiele mit dem Titel „BRÜDERLEIN FEIN“ findet am 11. Juli 2019 in Gutenstein statt.

 

Ich freue mich auf Sie!

 

Ihre Andrea Eckert

Raimundspiele Gutenstein, Felix Mitterer