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Trotz eisiger Temperaturen versammelte sich das Team Ende Jänner für den alljährlichen Fototermin beim Raimunddenkmal in Wien. Um sich besser kennenzulernen, ging es anschließend ins Café Raimund, wo der Abend gemütlich ausklingen konnte. 

 

 

 

So leb denn wohl, du stilles Haus,

Wir ziehn betrübt aus dir hinaus. 

Und fänden wir das höchste Glück,

Wir dächten doch an dich zurück.

Ferdinand Raimund 

 

Musik wird in der Inszenierung von Der Alpenkönig und der Menschenfeind eine entscheidende Rolle spielen. Dazu Regisseurin Lea Dalfen: "Die Live-Musik bildet den roten Faden der Inszenierung -- sie kommentiert und begleitet die Figuren und wird somit zu einer zweiten, emotional erfassbaren Ebene, die die psychologischen Prozesse im Inneren hörbar macht."

 

Ähnlich wir in anderen Bereichen, etwa in Regie und Bühnenbild, möchten die Raimundspiele Gutenstein auch hier jungen, talentierten Personen eine Bühne bieten. 

Die musikalische Leitung wird Tobias Grabher übernehmen. 2025 schloss er sein Dirigierstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ab. Seit drei Jahren ist er Chorleiter des Konzertchores Niederösterreich. Zudem agiert er nicht nur als Dirigent des Kammerorchesters Camerata Musica Reno, sondern ist auch dessen Initiator. Weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier

 

 

 

 

 

 

 

© Ruth Bruckner

Unser musikalischer Leiter Tobias Grabher gibt uns erste Einblicke in sein Vorhaben: 

Die Musik der diesjährigen Raimundspiele orientiert sich an der originalen Theatermusik, die Wenzel Müller 1828 komponierte – erscheint jedoch im Gewand einer neuen, zeitgemäßen Tonsprache. In der Gutenstein Inszenierung von Der Alpenkönig und der Menschenfeind erklingt Müllers stilistisch facettenreiche Musik in einer Bearbeitung für Violine und Violoncello. Zugleich werden musikalische Bezüge zur gleichnamigen Oper von Leo Bleck aufgegriffen – einem historisch bemerkenswerten Dirigenten und Komponisten. 

 

In ihrer kammermusikalischen Besetzung entfalten die beiden Streichinstrumente eine Klangfülle, die stellenweise beinahe den Eindruck eines Kammerorchesters entstehen lässt. Moderne Spielweisen sorgen darüber hinaus für klangliche Frische und mitreißende Akzente. An der Spitze des Ensembles steht mit Hartmut Ometzberger ein erfahrener und vielfach ausgezeichneter Violinist.


Besonders freue ich mich in meiner Rolle als Komponist, Bearbeiter und musikalischer Einstudierer auf die Zusammenarbeit mit dem famosen Schauspielensemble. Das Publikum darf sich auf solistische Beiträge ebenso freuen wie auf Choreinlagen der gesamten Gruppe sowie auf intimere Duette und Terzette. Gerade die musikalische Arbeit mit den Stimmen der Schauspielerinnen und Schauspieler eröffnet ein breites Spektrum charakteristischer Klangfarben – vom fein nuancierten Ensemblegesang bis zur kraftvollen Chorwirkung.


So wird die Musik zu Der Alpenkönig und der Menschenfeind bei den diesjährigen Raimundspielen in Gutenstein zu einem mitreißenden Spiel der Zwischenwelten: ein Komponist zwischen Wiener Klassik und Romantik; eine Neubearbeitung zwischen historischer Theatermusik, wiederentdeckten Opernmelodien und moderner Tonsprache; ein Streicherduo zwischen Kammermusik und orchestraler Klangfülle; ein Schauspielensemble zwischen Sprechtheater, musikalischen Einlagen bis hin zu Chorklängen – und zusammen ergeben diese vielen Zwischenwelten eine große Musik.“