Musik


Raimundspiele 2017
Raimundspiele 2017

Musikalische Leitung 

 

Walther Soyka 

 

Geboren 1965. Studierte Cello und begann eine Buchhändlerlehre, bevor er Musiker wurde. Das wird man, wenn man spielt, und Musik hat er während 20 Jahren mit Roland Neuwirths Extremschrammeln ausgiebig gespielt. 2003 Neubeginn. Gespielt wird aber nach wie vor jeden zweiten Tag im Jahresdurchschnitt, nur jetzt mit anderen Dichtern wie Ernst Molden, Peter Ahorner, Ferdinand Schmatz, Friedrich Achleitner, oder instrumental, mit Karl Stirner oder Martina Rittmannsberger, Filmmusiken, Kinderoper. „Sieben Bälle musst du in der Luft haben, dann ist Musik ein Leben.“ 

Zu erwähnen ist noch, dass die beiden ausführenden Musiker Heimo Trixner und Lubomir Gospodinov anerkannte Autoritäten ihrer Zunft sind, feinsinnige Kapazitäten wie profunde Professoren des Jazz, und das ist in diesem Fall nicht als Alterserscheinung zu verstehen, sondern birgt die Möglichkeit der Freiheit.

 

„Die Musik von ‚Der Alpenkönig und der Menschenfeind‘ wird in diesem halben Jahr von uns zu dritt in Kooperation mit den Schauspielerinnen und Schauspielern und unter strenger Überwachung durch die singende Prinzipalin Andrea Eckert erarbeitet. Ich habe die Ehre, mitgestaltend eingreifen zu dürfen und letztlich eine Endfassung zu dokumentieren, ein Werk, das uns allen – und Gutenstein – gehört.“

Zur Musik

 

Wenzel Müller, 1759 geboren, nicht 1767, wie verbreitet wird. Sonst hätte er seine erste Messe 1771 mit vier komponiert, nicht erst mit zwölf. Jedenfalls ein Wunderkind, weitgehend Autodidakt. Er hat jedes Blasinstrument seiner Zeit beherrscht und seine lange Karriere als (dritter, also Nachschlag-) Geiger begonnen. 

Mährisch gebildeter Komponist und Dirigent, trotz (meist schiefer) Perücke und (kasperlhaft benutzt) barockem Kragen beispielhaft authentisch, die Mozartschen Manieren waren ihm gerade recht. Ein Arbeitstier, wie dieser. Über 250 große Werke, Meister der Singspiele, Opern, Zauberspiele. Ganz Wien und halb Europa hat diese Klänge geliebt. Die Melodie folgt der Emotion, der Rest der Melodie. „Wir hier singen, spielen und tanzen, weil es uns Freude macht.“ Damit macht er ‒ zeitgleich mit Haydn, Mozart, Schubert, Beethoven (alle in seinem Publikum) ‒ vor, was diese als populär verehren und was die Sträuße und die Schrammeln später erst so richtig abholen. Popstar ist das passende Wort, nur damals noch nicht geboren. Man hat es Volksmusik genannt 1835, in seinen Nachrufen. 

Wenn wir das mit Saxophon und E-Gitarre instrumentieren, müssen wir voraussetzen, dass die Musiker das alles wissen. Heimo Trixner und Lubomir Gospodinov spielen Instrumente, die Wenzel Müller geliebt (und gespielt) hätte, hätte er sie gekannt. Diese Männer beleben den Jazz der Wiener Szene seit Jahrzehnten, aber alles, was wir hier wissen, baut auf Wenzel Müller auf und gäbe es nicht ohne ihn. 

 

Walter Soyka

 

Musikalische Leitung, Komposition, Arrangements: Walther Soyka

E-Gitarre, Perkussion, Arrangements: Heimo Trixner

 

Klarinette, Bassklarinette, Sopransaxophon, Perkussion: Lubomir Gospodinov 

Raimundspiele 2017
Raimundspiele 2017

Copyright: Martin Hesz




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